Stabiler Aufbau der Luftschichten

Fangen wir an mit der Frage der Stabilität der Luftschichten über uns. Die meisten Menschen sind schon einmal ein paar Meter tief getaucht und wissen: Je tiefer man taucht, desto größer wird der Druck auf den Ohren. Genauso ist es mit dem "Luftsee" über uns: Je näher wir uns am Boden befinden, desto höher der Druck. Steigen wir rasch nach oben, zum Beispiel im Aufzug eines Fernsehturmes, fällt der Druck um uns herum ab. Auch das spüren wir in den Ohren.

Der unterschiedliche Luftdruck in verschiedenen Höhen führt auch zu unterschiedlichen Temperaturen bei gleicher Sonneneinstrahlung. Dichtere Luft, also die mit dem höheren Druck, kann sich besser erwärmen. Daher ist es am Boden wärmer als in der Höhe, wo die Luft viel dünner ist.

Wäre die Wärmeeinstrahlung in die Atmosphäre ganz genau gleichmäßig verteilt, und die daraus resultierende Aufwärmung der Luft ebenfalls, stünde die Luft absolut still. Es gäbe keinen Wind, nicht am Boden und nicht in der Höhe. Die Luft befände sich in völlig stabilem Zustand. Jedes Luftpaket würde in seiner Höhe bleiben, also quasi "in dem Luftsee schweben". In Wahrheit aber gibt es diesen idealen Zustand nicht.
<< >>