Viel Schnee und strenger Frost im Dezember Der Dezember

Heutzutage sind wir gewohnt, daß der Winter im Dezember noch nicht so richtig los geht. Das war nicht immer so, und manchmal war der Dezember sogar der härteste Wintermonat. Das gilt vor allem für 1788, als dieser Monat in Deutschland Tiefsttemperaturen bis unter minus 35°C brachte, beispielsweise in Bremen! Dazu kamen enorme Schneemassen. Nicht nur die extremen Tiefstwerte sind eine Besonderheit dieses Monats. Der Dezember 1788 war auch im Durchschnitt der kälteste jemals in Deutschland gemessene Monat überhaupt. Er ist damit das Gegenstück zum Juli 2006, dem heißesten je gemessenen Monat.
Der Dezember 1978 endete mit einem Schneesturm. Ganz Deutschland war betroffen, besonders schwer der Norden und der Osten. In Schleswig-Holstein brach das öffentliche Leben total zusammen. Fahrzeuge konnten teilweise nur mit Hilfe der Bundeswehr aus den Schneemassen befreit werden.

Im Jahre 1289 war der Dezember warm wie ein Frühlingsmonat. Bäume blühten, und man konnte Blumen pflücken. Einige Gewässer waren noch warm genug, um darin zu baden, genau wie im Jahre 1540. Sehr warm war auch der Dezember 1529.

Der erste Weihnachtstag 1277 brachte eine fürchterliche Nordsee-Sturmflut, die ungefähr 50 Dörfer vernichtete und den Dollart formte. Der wohl schwerste Sturm, den Europa je erlebt hat, tobte am 7. und 8. Dezember 1703. Seine maximalen Böen in bewohntem Gebiet werden auf 260 Stundenkilometer geschätzt!

Hin und wieder gibt es Gewitter im Dezember, und die können durchaus heftig ausfallen, wie zum Beispiel am 20. Dezember 1638 in Süddeutschland.

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