Ein Dezember mit ungeheuer strengem Frost
Heutzutage hat der Dezember in durchschnittlichen Jahren
eigentlich kaum noch etwas mit Winter zu tun. Schnee gibt es
fast keinen, und wenn, dann taut er spätestens mit dem
'Weihnachtstauwetter' wieder weg. Oft genug ist es mild,
windig und regnerisch.
Ganz anders 1788: Schon seit der letzten Novemberwoche war es
frostig kalt und verschneit. Doch was nun kam, stellte auch die
extremsten Frostwerte, die die damals lebenden Menschen je ertragen mussten,
in den Schatten: Die Temperaturen sanken in Deutschland nachts
verbreitet unter minus dreißig Grad Celsius!
In Dresden beispielsweise wurden in der Nacht zum 17. Dezember minus 32 Grad
gemessen, und in Bremen eine Nacht zuvor sogar minus 35 Grad!
In einigen Gegenden Deutschlands sollen die Tiefstwerte sogar unter minus
vierzig Grad gelegen haben!
Der Winter 1788/89 brachte ganz außergewöhnlichen Frost, war extrem schneereich
und ausgesprochen launisch: Mitte Januar war - nach acht Wochen - zunächst alles vorbei.
Die Schneemassen tauten rasch weg und führten in ganz Deutschland zu großen Hochwassern.
Im März aber wurde es erneut bitterkalt!
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